Blickachsen 14

2025 ist wieder ein Blickachsen-Jahr! Zum vierzehnten Mal lädt die Skulpturenbiennale nun schon Kunstinteressierte aus dem In- und Ausland dazu ein, zeitgenössische Kunst im Dialog mit der Natur zu erleben. Den Beginn der Reihe markierte eine Ausstellung im Bad Homburger Kurpark, deren Konzept die Lennéschen Blickachsen des Parks als Leitgedanken aufnahm. Dass sich diese Grundidee bis heute aufs Beste bewährt und die Biennale auf hohem Niveau so viele Einblicke in die Vielfalt und Bandbreite der dreidimensionalen Kunst ermöglichen kann, freut mich sehr.

Die Ausstellungsfläche der Blickachsen hat sich seit 1997 in rasantem Tempo zuerst in Bad Homburg vom Kurpark bis in den Obergarten des Schlosses und 2009 schließlich bis in den Schlosspark ausgeweitet, um dann zunehmend weitere Orte in der Region mit einzubeziehen. Für die vergangene Blickachsen-Ausstellung haben wir bewusst entschieden, uns räumlich wieder auf Bad Homburg und die beiden wunderbaren Parks inmitten der Stadt zu konzentrieren – und das positive Echo vonseiten des Publikums hierauf war enorm. So laden auch die vierzehnten Blickachsen wieder dazu ein, sich in den so weiträumigen und abwechslungsreichen Bad Homburger Parklandschaften auf die Kunst und die Natur einzulassen: im Lennéschen Kurpark und im über Jahrhunderte gestalteten Schlosspark. Zusätzlich wird erstmals auch der Gustavsgarten mit einbezogen, der – wie der Schlosspark – einst zur bemerkenswerten Landgräflichen Gartenlandschaft Bad Homburg gehörte.

Zum bewährten Konzept der Blickachsen als lebendiger Plattform für dreidimensionale Kunst gehört auch die Zusammenarbeit mit wechselnden Partnermuseen. Ich freue mich ganz besonders, dass wir für die diesjährige Ausstellung das Sprengel Museum Hannover als Partnerinstitution und Carina Plath als Co-Kuratorin gewinnen konnten. Ich danke Reinhard Spieler, dem Direktor dieses fantastischen Museums, ebenso wie Carina Plath, der verantwortlichen Kuratorin für Malerei und Skulptur am Sprengel Museum Hannover, sehr für ihre Zusagen. Ich freue mich nicht nur über die inspirierende kuratorische Zusammenarbeit mit Carina Plath, sondern auch über das vielseitige und spannende künstlerische Programm der vierzehnten Blickachsen.

Gemeinsam haben wir für die Ausstellung 26 Künstlerinnen und Künstler aus acht verschiedenen Ländern eingeladen, und das Spektrum der kreativen Ausdrucksformen spannt auch diesmal wieder einen großen Bogen. Es gibt viel zu entdecken!

Die Ausstellung kann den ganzen Sommer über frei zugänglich in den Parks erkundet werden. Meinen ausdrücklichen und herzlichen Dank spreche ich an dieser Stelle den Förderern der Blickachsen 14 aus, deren großzügige Unterstützung die Realisierung des Projekts erst ermöglicht. Auch den zahlreichen Mitwirkenden, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben und noch beitragen, danke ich herzlich. Und ich freue mich, dass die Kinderkunstschule Bad Homburg in diesem Jahr nun schon die siebten „Kinder-Blickachsen“ ausrichtet, die ich Ihnen gerne ans Herz legen möchte.

Nun wünsche ich allen Besucherinnen und Besuchern der Blickachsen 14 bei ihren Rundgängen durch die Parks überraschende, herausfordernde und vor allem anregende Begegnungen mit der Kunst.

Christian K. Scheffel
Gründer und Kurator der Blickachsen
Geschäftsführer der Stiftung Blickachsen gGmbH